Spielberichte VfL Wildenfels Damen gegen Reichenbach, Göltzschtal und Jacob

Spielberichte VfL Wildenfels Damen gegen Reichenbach, Göltzschtal und Jacob

FSV Reichenbach II - VfL Wildenfels Damen
 
Nach unserem erfolgreichen Heimspielauftakt mit 2 Siegen machten wir uns hochmotiviert auf den Weg nach Reichenbach. Außerdem verfügten wir diesmal über so viele Spieler wie seit langer Zeit nicht mehr, da einige Muttis wieder in den Spielbetrieb zurückkehrten. Die Niederlage im ersten Satz mit 16:25 nahm im Nachgang unser Trainer auf sich, da er seiner Meinung nach zu viele Umstellungen gegenüber den letzten Spielen vornahm, die zu großer Verunsicherung auf dem Feld führten. Im zweiten Satz kämpften wir uns dennoch ins Spiel, zeigten druckvolle Angriffe und eine lange Aufschlagserie führte trotz leichter Aufschläge zu großen Komplikationen bei den Reichenbacherinnen und zu einem zwischenzeitlichen Vorsprung von 4 bis 5 Punkten. Leider kassierten wir dennoch den Satzball, der uns aufgrund von Abstimmungsproblemen buchstäblich vor die Füße fiel, sodass der Satz mit 26:24 an die Gastgeber ging. Trotz weiter vorherrschender Unruhe und teilweise sogar Unmut zwischen einzelnen Mannschaftsmitgliedern konnten wir uns durch eine erneute lange Aufschlagsserie auf 7 Punkte absetzen. An dieser Stelle erlebten wir ein Deja-Vu gegenüber dem zweiten Satz und provoziert durch starke Aufschläge der Heimmannschaft schmolz unser Vorsprung dahin und wir fanden kein Mittel zurück ins Spiel. Auch dieser Satz ging daher verloren, diesmal mit 21:25, sodass wir eine 0:3-Packung einstecken mussten. Respekt zollen mussten wir den Reichenbacherinnen, die an ihrem Leistungsmaximum agierten, wohingegen wir nicht an unsere Normalform heranreichten.
 
VSV Fortuna Göltzschtal - VfL Wildenfels Damen
 
Das Gastspiel im Vogtland stand von Vornherein unter keinem guten Stern, da wir zum einen in der Vorwoche beim 0:3 in Reichenbach eine herbe Schlappe einstecken mussten. Zum anderen reisten wir zwar mit 8 Mädels an, davon war unsere erkrankte Zuspielerin aber nur als Notnagel und moralische Untersützung dabei. Dazu kam, dass sich unsere Libera beim Aufwärmen verletzte, was unseren Trainer zu taktischer Flexibilität zwang. Unsere Kapitänin, die sonst als Hauptangreiferin auf der einen Außen fungiert, musste im Zuspiel aushelfen und was nicht minder herausfordernd war, unsere Mittelblockerinnen mussten nun ihre Annahmefähigkeiten unter Beweis stellen. Und zu guter Letzt rückte einer der Diagnonalangreiferinnen auf Außen. Damit wurden viele ins kalte Wasser geworfen, aber wir nahmen uns trotz dieser ungewohnten Konstellation vor, das Beste aus dieser Situation zu machen. Nach anfänglichen Abstimmungsproblemen kamen wir recht zügig ins Spiel, entwickelten Spielfreude und Begeisterung und dominierten mit jedem Satz mehr und mehr. Wir zauberten variable Spielzüge aufs Parkett und versuchten uns dabei an Angriffsvarianten wie Pipe, Staffel und Kreuz, die sich das Prädikat "nicht schön, aber selten" verdienten und zu zahlreichen Punktgewinnen führten. Wir gewannen folgerichtig 3:0 (25:18, 25:16, 25:14) und zeigten damit, dass wir auch unbekannte Situationen meistern können. Mit dem gewonnenen Selbstvertrauen freuen wir uns auf das Derby in Jacob, was in 3 Wochen ansteht.
 
Jacober Volleyballverein - VfL Wildenfels Damen
 
Nach unserem sehr erfreulichen Saisonstart mit 3 Siegen aus 4 Spielen wartete diesmal eine schwere Auswärtsaufgabe auf uns. Es ging zum Derby nach Mülsen St. Jacob gegen eine Mannschaft auf Augenhöhe, gegen die es in den letzten Jahren immer sehr spannende und emotionale Aufeinandertreffen gab. Außerdem graute uns vor der Halle in Jacob, die zum Volleyballspielen nur bedingt geeignet ist, da die Decke sehr flach ist und kaum ein Schritt Anlauf nach hinten zum Aufschlag zur Verfügung steht. Trotz dieser Gegebenheiten kamen wir sehr gut ins Spiel und zeigten unser Selbstvertrauen mit sicheren Annahmen, guten Spielzügen, druckvollen Aufschlägen und Angriffen. Wir spielten dadurch sehr variabel und dominierten bis zum Ende des Satzes. Dann wurde Jacob immer besser, aber wir brachten den ersten Satz mit 25:23 nach Hause. Im zweiten Satz verließ uns unerklärlicherweise häufig der Mut im Angriff und unsere Leger waren nur sehr selten erfolgreich, wovon Jacob profitierte und uns im Gegenzug immer stärker unter Druck setzte. Der zweite Satz ging folgerichtig 25:15 an das Heimteam. Dieses aus unserer Sicht enttäuschende Spiel setzte sich im dritten Satz fort, bis beim Stand von 13:20 unsere Kavallerie wieder Fahrt aufnahm. Unsere Elsa bombardierte die Jacoberinnen mit sehr abwechlungsreichen Aufschlägen, die zu immer größerer Konfusion der Heimmannschaft führten, sodass wir sogar kurzzeitig vorbeizogen. Das Ende des Satzes war ein Nervenkrimi bestehend aus starken spielerischen Aktionen gepaart mit einfachsten Fehlern auf beiden Seiten, wobei Jacob mit 26:24 noch einmal den Kopf aus der Schlinge ziehen konnte. Unsere Moral war wieder geweckt, doch leider hielt dies nicht lang an, sodass wir im vierten Satz schnell wieder ins Hintertreffen gerieten. Unser Spiel konzentrierte nun sehr stark auf die Außenangriffsposition, da Mittel- und Diagonalangriff Entschlossenheit und Mut vermissen ließen. Außerdem hielt uns die sehr starke Feldabwehr auf der langen 6 häufig im Spiel, das Genick brachen uns dafür aber die kurzen Leger hinter den Block, was Jacob mehr und mehr erkannte und uns damit ein ums andere Mal dumm aus der Wäsche gucken ließ. In dieser Phase hatten unsere mitgereisten (und durch zufällig anwesende Fußballer lautstark unterstützten) Fans nicht mehr das Gefühl, dass der Großteil unserer Mannschaft noch den unbedingten Siegeswillen verkörperte. Schlussendlich entschied Jacob den Satz 25:18 für sich und damit auch das Spiel mit 3:1. Alles in allem bleibt festzuhalten, dass von beiden Seiten starkes Volleyball gezeigt wurde und keiner der Zuschauer es bereute, in die Halle gekommen zu sein. Auch kamen wir überraschend gut mit den gegebenen Hallenbedingungen zurecht, insbesondere unsere Zuspielerin hat sich ein sehr großes Lob verdient, da sie das optimale Ausnutzen der Hallenhöhe perfektionierte und die Bälle auf alle Angriffspositionen gut verteilte.